Bauliche Entwicklung

Die bauliche Entwicklung von Bad Zell kann man bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals bestand die heutige Gemeinde aus etwa 36 Häusern.
In den darauffolgenden 3. Jahrhunderten sind lediglich etwa 6 Häuser hinzugekommen. Auch im 17. Jahrhundert konnte Bad Zell keine auffallende bauliche Entwicklung verzeichnen. Der Markt wurde lediglich um etwa 10 Häuser reicher. Zu bemerken ist, dass erstmals Häuser außerhalb des Ortskernes gebaut wurden.
Auch wurde in Bad Zell in dieser Zeit erstmals eine Schule, ein Pfarrhof und ein Spital errichtet, was sicherlich zur Verbesserung der Lebensqualität der damaligen Landbevölkerung beigetragen hat.
Am 31. Mai 1653 brannte der ganze Markt nieder. Nur Kirche, Pfarrhof und einige andere kleine Häuser blieben verschont. Beim 2. großen Marktbrand am 15. Juni 1769 fiel die Hälfte des Marktes, die Häuser Marktplatz 18 bis 29 und einige andere dem Feuer zum Opfer. Beim 3. großen Marktbrand am 31. August 1800 brannte wiederum der ganze Markt nieder. Nur Kirche, Pfarrhof und Schule konnten gerettet werden. Hausnummerierungen gibt es seit 1771. Das Häuserverzeichnis aus dem Jahre 1805 zählte 78 Gebäude, bis 1945 ist diese Zahl auf etwa 100 Häuser angewachsen.
Nach dem 2.Weltkrieg kam es in Bad Zell, wie in fast allen anderen Orten auch, zu einem noch nie da gewesenen Bauboom, sodass der Häuserbestand im Marktbereich auf bereits 300 angewachsen ist.

Die derzeitige Straßen- und Siedlungsbezeichnungen gibt es seit 1982.

Die Baumaßnahmen, die das Ortsbild zu jener Zeit wesentlich beeinflusst haben sind die Volksschule (1955), die Hauptschule (1974) sowie die Errichtung der Kuranstalt 1976 und der damit verbundene Bau der Kurpensionen. Hinzu kommen noch der Bau einiger Betriebe sowie die Errichtung der Sportanlage 1982. Außerdem wurde zu dieser Zeit auch die Umfahrungsstraße von Bad Zell errichtet. Wenn man die Siedlungsentwicklung von Bad Zell über die Jahrhunderte hindurch genauer betrachtet ist es sicherlich auffallend, dass die Gemeinde erst in den letzten 50 Jahren, also seit Ende des 2. Weltkrieges, die für sie bedeutsamste Entwicklung gemacht hat. Erst in diesem Zeitraum von 50 Jahren hat sich Nennenswertes verändert. Sowohl die Infrastruktur als auch die verkehrsgeografische Situation haben sich zum Wohle der Bevölkerung verbessert.

« Zurück