Geologische Entwicklung

Die Marktgemeinde Bad Zell ist eine von 444 Gemeinden im Bundesland Oberösterreich und gehört zum politischen Bezirk Freistadt.

Bad Zell liegt im östlichen Mühlviertel ca. 35 km nordöstlich von Linz. Das Gemeindegebiet, welches sich auf einer Seehöhe von 513 m befindet, erstreckt sich zwischen den Flüssen Waldaist und Naarn.
Die höchste Erhebung ist der Holzerberg mit 774m. Der tiefste Punkt liegt am Südende der Gemeinde im Naarntal bei 400 m. Das Flächenausmaß der Gemeinde umfasst 45,51 km², die sich auf 14,7 km² Wald, 28,9 km² landwirtschaftliche Nutzung, 0,3 km² Baufläche, 0,6 km² Gärten, 0,1 km² Gewässer und 1 km² sonstige Flächen aufteilt.

Die Nord-Süderstreckung beträgt 11 km und die West-Osterstreckung liegt zwischen 6-7 km. Geografische Koordinaten: 48° 21' 00" Breite, 14° 40' 02" Länge. Bad Zell ist die siebent größte Gemeinde des Bezirkes und nimmt bundeslandweit der Fläche nach den 47. Platz und nach der Einwohnerzahl den 120. Platz ein.

Bad Zell hat 7 Nachbargemeinden, wovon 4 Gemeinden (Gutau, Pierbach, Schönau, Tragwein) dem Bezirk Freistadt und die restlichen 3 Gemeinden (Allerheiligen, Rechberg, Windhaag) dem im Süden gelegenen Bezirk Perg angehören.
Bad Zell befindet sich nahe dem ehemaligen Eisernen Vorhang, der bis 1989 existiert hat.

Positiv zu vermerken sind die guten Luftgütewerte und eine von den Bauern schön gepflegte und gestaltete Kulturlandschaft. Für die Zukunft interessant mag auch die Lage an der Grenze vom germanischen zum slawischen Kulturraum sein. Ein weiterer Pluspunkt für die Gemeinde ist die Lage im Naturraum der Böhmischen Masse mit einer äußerst reizvollen und geologisch interessanten Landschaft, die vor allem wegen ihres Alters besondere Formen aufweist.

Dieses geologisch älteste Gebiet Österreichs entstand in der jüngeren Steinkohlezeit, also vor etwa 290 Millionen Jahren während der variskischen Gebirgsbildung (Karbon/Devon). Das damalige Massiv hatte den Charakter eines Hochgebirges. Doch im Laufe der Zeit wurde dieses durch Verwitterung abgetragen.
Heute ist nur mehr das in die Tiefe eingedrungene und erstarrte Basisgestein übrig geblieben, das die Oberfläche bildet. Hauptbestandteil dieses "ältesten Österreich" ist der hier vorkommende Granit.
Eine geologische Besonderheit bilden die im Mühlviertel vorkommenden Blockmeere, Wackelsteine und Felsburgen, an deren Entstehung die tertiäre Tiefenverwitterung beteiligt war.

Im Gemeindegebiet von Bad Zell sind vor allem folgende Granite vorhanden: Der Weinsberger Granit ist mit einem Durchschnittsalter von 380-400 Mio. Jahren der älteste Granit. Sein Vorkommen beschränkt sich auf die Ränder des Gemeindegebietes, wie dem Ellerberg, Weberberg und Erdleiten. Der Mauthausener Granit ist ca. 280-300 Mio. Jahre alt. Der Untergrund des Gemeindegebietes wird großteils von diesem gebildet.

Einzelne Klimadaten der Region um Bad Zell: Die Gemeinde Bad Zell liegt in einem klimatischen Raum, der von mehreren Seiten her beeinflusst wird. Das Klima des Mühlviertels ist nämlich dem baltischen Klimaraum mit subpolarem Einfluss zuzuordnen, der eine Übergangsstellung zwischen ozeanischem und kontinentalem Klima hat.

Lufttemperatur:
Jahresmittel: 8°C
Jännermittel: -2°
Julimittel: 20°

Mittlere Zahl der jährlichen Sommertage:
40-50 Tage

Niederschlagsmenge pro Jahr:
650 mm

Belastungs-, Schon- und Reizstufe:
reizschonend
Bad Zell kann man auf Grund der Klimadaten durchaus als Gunstraum bezeichnen.

Böden
Die Böden des Raumes sind vorwiegend durch die Verwitterung von saurem Kristallingestein entstanden. Sämtliche Böden sind auf Grund des Ausgangsmaterials kalkfrei. Auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen ist vorwiegend der Bodentyp der kalkfreien Felsbraunerde anzutreffen, ein leicht basenfreier Boden.

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